Indie Jam

IndieJam am 22.09.2007

Dresdens Musikszene boomt! Das zeigen nicht nur Polarkreis 18, die Band des Jahres 2007, sondern auch an kleinen Konzerten in den weniger bekannten Locations. Von einen dieser Auftritte will ich kurz ein Bericht abgeben.

Die IndieJam im Roten Baum am 22.09.2007. Dieses Konzert ist schon eine Weile her, aber es kommt mir wie gestern vor. Es ging viel zu früh los, aber trotzdem wurde maßlos überzogen. So gegen halb zwei um drei war das kleine Festival, könnte man sagen, zu Ende. Mit sechs Bands will ich es nicht als normales Konzert anprangern. Die Bands spielten eine halbe bis eine Stunde und mit Pausen dazwischen kann sich jeder vorstellen, dass es doch schon ein wenig länger werden kann. Aber dem Urteil der Zuschauern nach wurde es nie langweilig, da ab der ersten Band losgerockt wurde.

indie jam dresden

Den Anfang machten Mitch Buchannon, allgemein spielen sie Indie aber es driftet mehr ins experimentelle ab, was der Band aber zu gute kommt. Ihre Stücke werden von den Sänger René Markus gelenkt und in die Länge gezogen, um die Breite der Songs zu verstehen, und die ganze Band macht mit. Schon ein sehr guter Auftakt für den Abend.

Als zweite Band startete Blame Me in den Musikmarathon. Eine Gruppe, die ihren ersten Auftritt an diesen Tag feierte und das mit Bravur absolvierte. Das ganz Haus hat mitgetanzt bzw. mitgerockt. Ihr Stil ist klar auf Rock zugeschnitten und man hofft, dass diese Band auf sehr vielen anderen Konzerten und Festivals zu hören ist. Natürlich genauso wie die anderen Bands an diesen Abend.

indie jam dresden

Es folgten so gegen 23 Uhr das Trio Simplistic, die es im gleichen Jahr geschafft haben in die engere Auswahl des Bandclash  zu kommen. Sie spielen eine Mischung aus Indie und Rock, also IndieRock. Die Stimme des Sängers und Gitarrist Roman ist ein Glanzpunkt dieser Band, aber auch die Bassistin und der Schlagzeuger sind herausragend. Und zusammen sind sie einer der großen Talente in der Dresdner Musikwelt.

Riot Business kam an vierter Stelle und läutete die Halbzeit der IndieJam ein. Hierbei ist zur Band noch zu sagen, dass sie für mindestens ein Jahr getrennte Wege gehen und im Roten Baum eins ihrer vorerst letzten Konzerte gaben. Zum Genre von Riot Business: sie spielen Punk und Rock mit einer unüberhörbaren Sängerin, ihre Stimme verschafft der Band nicht nur eine normale Punkband zu sein, sonder bleibt in den Köpfen der Zuschauer, zu mindestens geht mir das so. Ich warte auf ein neuen Auftritt von einer der großartigsten Punkband aus Dresden.

Die Vorletzte Band Eyes of Emerald Green bestieg so gegen um eins die Bühne. Diese Band kommt mit sehr guten Grunge daher und beflügelte das Publikum zum Tanzen. Und ich sah einige Zuschauer, obwohl Rauchverbot war, rauchen. Ein Zeichen für mich, dass auf dem Konzert ausgezeichnete Stimmng herrscht. Trotz kurzen technischen Problemen und Nervosität ergab es ein sehr professionellen Auftritt.

OK, die letzte Band Jack Rapid profitierte nicht gerade von ihrer Zeit, so gegen halb zwei waren schon viele der Zuschauer gegangen aber Ihre Fangemeinde stand tapfer vor der Bühne. Bei ihren nächsten Konzert im Roten Baum sollte es sich Bewahrheiten, dass sie auch die Masse beflügeln können. Ich bin nicht gerade ein Fan von Hardcore  und ich denke es wird vielen so gehen, aber es passte einfach zu  diesen Abend. Diese Diskurs durch die Musikwelt brauchte noch ein krönenden Abschluss und der kam erst als Jack Rapid den letzten Ton gespielt hatte.

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